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I Spit on Your Grave 2

Sweet Home

Intruder  

Review - Filmkritik

Originaltitel: Kong bu ji

Alternativtitel:

Herstellungsland/Herstellungsjahr: Hong Kong , 1997

Laufzeit: 87 min uncut

Sprache: Kantonesisch
Untertitel (optional): Deutsch, Englisch

Regie: Tsang Kan-Cheung

Darsteller: Moses Chan, Wayne Lai Yiu-Cheung

 

Story

Eine Frau aus China, illegal nach Hong Kong eingereist, bricht einem Taxifahrer beide Beine und hält ihn in seinem Haus gefangen. Systematisch ermordet sie seine ganze Familie, die Tochter wird lebendig begraben. Der Taxifahrer selber soll dem Ehemann der Mörderin eine neue Identität verschaffen - seit ihn Hunde der chinesischen Polizei angefallen haben, ersetzen hakenbewegte Prothesen die abgerissenen Arme.
 

Meinung

Man sieht der Produktion das Low-Budget an, auf gross angelegte Effekte oder Sets wurde verzichtet und die Anzahl der Darsteller ist sehr begrenzt. Trotzdem weiss dieser Horror-Thriller zu unterhalten und stellenweise zu fesseln, gerade Wu Chien Lien in der Hauptrolle als skrupellose Kidnapperin und Mörderin wirkt sehr überzeugend, als könne sie kein Wässerchen trüben, der ungewöhnliche Plot mit Depri-Einschlag verstärkt die unterkühlte Atmosphäre. Humor fehlt vollkommen in dieser Schreckensvision, die die Angst von Hongkong-Chinesen vor den Festlandchinesen wiederspiegelt, aus einer Zeit, als die ehemalige Kolonie zurückübereignet wurde. Nichts führt die Hauptprotagonistin mit den Bewohnern zusammen, was ihre Motivation für die brutale Vorgehensweise ist, bleibt lange Zeit im Dunkeln.
Statt dessen macht sich Hoffnungslosigkeit über den ganzen Film hinweg breit, als Unterhaltung ist das sicher nicht jedermanns Sache. Zu recht bekam dann "Intruder" das Cat. 3-Rating, denn brutal ist dieses Werk durchaus, massenkompatibel eher weniger, wenn man z.B. die Entführungsstory betrachtet, bei der das Opfer erst zum Krüppel gefahren wird, um es dann besser mit Klebeband im Rollstuhl fixieren zu können. Explizit ist die Vorgehensweise erst recht in der zweiten Hälfte, nur ausgedehnte Splattereinlagen sollte man nicht erwarten, der Film baut mehr auf Terror, als auf sichtbaren Metzelorgien auf. Meist geben sich die Charaktere wortkarg, die gelungenen Bilder transportieren die bizarre Geschichte wie von selbst. Unterm Strich gibt es gute Schauspieler in einer für ein Spielfilmdebüt soliden Inszenierung, wer etwas leicht Verdauliches braucht, sollte sich "Intruder" nicht aussetzen, denn die erdrückende Stimmung ist durchgehend und kompromisslos.


 
   

Trailer