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Kill Bill Vol. 1
 

Review - Filmkritik

Originaltitel: Kill Bill: Vol. 1

Alternativtitel:

Herstellungsland/Herstellungsjahr: USA, 2003

Laufzeit: ca. 106 min uncut

Regie: Quentin Tarantino

Darsteller: Uma Thurman, David Carradine, Lucy Liu , Daryl Hannah

 

Story

Bei einer Hochzeit wird ein Anschlag von einem Killerkommando auf die schwangere Braut, den Bräutigam und allen Anwesenden verübt. Doch die Braut überlebt schwer verletzt und wacht nach 4 Jahren im Koma auf - ohne ihr Kind und die Gesichter der Täter vor Augen, die einst ihre Kollegen, im Falle von Boss Bill sogar ihr Liebhaber, waren. Verzweifelt, entsetzt und trauernd interessiert die Braut nur noch eines: Rache. Und diese nimmt nun kompromisslos ihren Lauf.
 

Meinung

 Der Film ist in verschiedenen Kapiteln aufgeteilt: Kapitel Eins: Zwei, Kapitel Zwei: Die blutbespritzte Braut, Kapitel Drei:...usw. Zudem bietet der Film noch überragende Kamerafahrten, ganz besonders bei den genial inszenierten Schwertkämpfen. Weiter zum Vorschein kommt da noch der außergewöhnliche Stil wo zwischendurch ein Zeichentrick eingebaut wurde und die Bilder in verdammt hoher Qualität geschaffen wurden (mal schwarz/weiß, mal farbig).
Das gewollt übertriebene, fontänenartige Herausschießen des Blutes und überhaupt der hohe Actionanteil überrascht zugegebenermaßen schon - standen Tarantinos Filme doch noch nie für expliziten Splatter oder ausgefeilt choreographierte Action. Aber ein Störfaktor ist dies, sieht man es in Verbindung mit der Absicht des Regisseurs, keineswegs; eher das Gegenteil ist der Fall. Und im Zusammenspiel mit einem herrlichen, zudem perfekt getimten Soundtrack gibt es kaum Gründe für das Filmherz, sich auch nur in irgendeiner Weise zu beklagen. Ruhigere, ästhetisch gefilmte, an Italowestern erinnernde und gedenkende, schweigende Gegenüberstellungen der Rivalen serviert Tarantino schließlich ebenfalls.

Uma Thurman ist die absolut perfekte Besetzung für diesen Streifen. Es ist einfach genial mit anzusehen wie sie mit eiskalter Präzision mit ihrem Hatori Hanso Schwert an denen Rache nimmt die sie umbringen wollten. Auch die Rolle der O-Ren Ishii mit Lucy Liu und Vernita Green dargestellt von Vivica A. Fox ist ebenfalls klasse besetzt. Weniger zum Vorschein kommen in ''Volume 1'' Michael Madsen als Budd, Daryl Hannah als Elle Driver und David Carradine als geheimnisvoller Bill den man sogar gar nicht zu Gesicht bekommt sondern nur seine Stimme hört.

Einige Cameos, die einen das ein oder andere mal schmunzeln lassen. Ob Gordon Liu, als Leader der "Crazy 88", Sonny Chiba als smarter Schwertmeister "Hanzo Hattori" oder Chiaki Kuriyama die, genau wie in "Battle Royale", eine blutrünstige Schülerin spielt.
Ein weiterer, wichtiger Bestandteil eines Tarantino-Filmes ist die Musik. Und auch hier stellt "Kill Bill: Vol. 1" eine besonders gelungene Auswahl an Melodien bereit. Neben etlichen, an alte Spaghetti-Western erinnernder Klänge, gibt es auch Klassiker wie etwa den "The lonely Shepherd"-Song, den jeder bestimmt schon einmal gehört haben dürfte. Den letzten Rest zu einem sehr guten Film mit hohem Kultpotential tragen der Tarantino-übliche, abgedrehte Humor, die witzigen Dialoge und der ganz eigene Umgang mit Gewalt in comichafter Form bei. Diese geht grafisch teilweise sehr weit, doch wird sie durch die Art der Darbietung gleichzeitig auch wieder drastisch gemildert.

Die Höhepunkte sind natürlich die atemberaubend akrobatischen Martial-Arts Szenen. Diese sind nämlich mit größter Sorgfalt inszeniert. Ganz besonders der Showdown wo Uma Thurman es mit allen Gegnern aufnimmt hat es in einfach sich, denn dieser bietet einen extrem hohen Blutgehalt, bei dem Köpfe und Beine abgehackt oder sogar ein Mensch in zwei Teile durchtrennt wird. – einfach nur genial.

„Kill Bill Vol.1“ ist nichts für schwache Nerven. Wer sich diesen Film anschaut, muss wissen, dass es sich um Fantasy im Stile der japanischen Kung-Fu-Filme handelt. Denn dass der Zuschauer die Rachegefühle der tragischen Heldin versteht, ja sich sogar mit ihr freuen kann, wenn sie ihre Emotion auslebt, ist nicht nur ein Ergebnis überzeugender Filmkunst, sondern auch gefährlich. Um auf Nummer sicher zu gehen erhielt der Film keine Jugendfreigabe in Deutschland (ist also ausschließlich für Personen ab 18 erlaubt), obwohl die für Japan vorgesehene Ursprungsfassung schon entschieden für die (westliche) Version entschärft wurde...


 
   

Trailer