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Klasse von 1984, Die
 

Review - Filmkritik

Originaltitel: Class of 1984

Alternativtitel:

Herstellungsland/Herstellungsjahr: USA; 1982

Laufzeit: 94 min uncut

Regie: Mark L. Lester

Darsteller: Perry King, Merrie Lynn Ross, Roddy McDowall

 

Story

Eine Vision des Jahres 1984: Die Macht haben an dieser Schule längst nicht mehr der Rektor und Lehrer, sondern der knapp 16-jährige Stegman und seine Punk-Gang. Sie bestimmen mit Gewalt und voller Gemeinheit die Atmosphäre. Die gutwilligen Schüler haben keine Chance mehr. Auch der Versuch des neuen Mathelehrers Andy Norris, ohne Pistole und Schlagring zum Unterricht zu kommen, scheitert.
 

Meinung

 Gestern noch Fiktion, heute Realität: Mark L. Lester´s düstere Vision war vor zwanzig Jahren noch Zukunftsmusik, doch die ist mittlerweile schon längst von der Wirklichkeit eingeholt worden: Die Schule als Kriegsschauplatz, wo die Schüler schon am Eingang gefilzt werden müssen und Lehrer der Willkür einiger Rowdys nahezu hilflos ausgeliefert sind. Irgendwie schon traurig, dass es soweit kommen musste, denn "Die Klasse von 1984" ist heutzutage weitaus realistischer, als der Streifen es noch zu seiner Entstehungszeit war.
Eine „düstere, aber authentische Vision des Schulalltags von 1984 irgendwo an einer amerikanischen High School.
Mit Sicherheit hat dieser Film damals viele Leute geschockt, heute jedoch kann er das nicht mehr so richtig, weil prügelnde Jugendbanden mittlerweile trauriger Alltag geworden sind.
Zwar bleibt im Film mancherlei Logik zu Gunsten von Spannung und Dramatik auf der Strecke, doch ansonsten überzeugt dieser Selbstjustiz-Klassiker in allen Bereichen: Packende Inszenierung, sowie eine gute Darstellerriege machen manche Löcher im Drehbuch wieder wett: In der Hauptrolle überzeugt Perry King, im Exploitation-Genre durch Filme wie "Mandingo" oder "Andy Warhol´s BAD" kein Unbekannter, als tougher Sympathieträger und "Planet der Affen"-Star Roddy McDowall ist als resignierter Lehrer genial wie immer!
Michael J. Fox in einer seiner frühen Rollen als pummeliger Schüler.

Ein Film für den Filmfreund bei dem es nicht immer Krach, Bumm oder bluttriefend zur Sache gehen muss um sich gut zu unterhalten!

Anhang:
Es wurde das französische Bildmaster verwendet, wobei die Texttafel am Anfang in Deutsch ist. Die Einblendung am Ende ist leider nur auf französisch vorhanden. Die Bildqualität ist zwar um einiges besser als die LP Fassung, von Referenz kann man allerdings immer noch nicht sprechen. Der deutsche Ton etwas dumpf was aber bei der LP Fassung auch schon so war. Diese Fassung ist wirklich ungeschnitten, allerdings merkt man, daß die 'fehlenden' Szenen wieder in den Film reintegriert wurden. An den entsprechenden Stellen sind Klebepunkte zu sehen und in der 28. Minute ist das Einfügen so unsauber geschehen, daß ein halbes Wort doppelt und ein Wort nur halb gesagt werden. Dennoch wohl die zur Zeit beste deutsche VÖ.


 
   

Trailer