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Sweet Home

Nameless, The
 

Review - Filmkritik

Originaltitel: Sin nombre, Los

Alternativtitel: Els Sense nom, Nameless - Entità nascosta

Herstellungsland/Herstellungsjahr: Spanien, 1999

Laufzeit: 96 min

Regie: Jaume Balagueró

Darsteller: Jordi Dauder, Jessica Del Pozo, Karra Elejalde


 

Story

5 Jahre ist es her, seit die bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte Leiche der kleinen Angela gefunden wurde. Claudia Gifford (Emma Vilarasu) hat den Tod ihrer Tochter nie richtig verkraften können. Eines Tages klingelt das Telefon bei ihr und Angela ist am anderen Ende der Leitung. Sie fleht ihre Mutter an, ihr bei der Flucht aus einer Sekte zu helfen, die ihren damaligen Tod inszeniert hatte. Der einzige Anhaltspunkt für die Suche ist ein altes Sanatorium am Strand. Gemeinsam mit dem damals an den Ermittlungen beteiligten Polizisten Bruno Massera (Karra Elejalde) macht sie sich auf die Suche. Weitere Unterstützung erhält das Duo durch einen Reporter und gemeinsam stoßen sie auf die schreckliche Wahrheit einer Sekte mit dem Namen "Die Namenlosen"...
 

Meinung

Dass der spanische Horror Film sich nicht hinter amerikanischen Produktionen zu verstecken braucht, wurde zuletzt durch Black Serenade eindrucksvoll belegt. Auch Erfolge bei internationalen Filmfesten sind klares Indiz für die Qualität. Wobei "The Nameless" einige dieser Preise einfahren konnte. Zu Recht. Denn die Bildsprache, die Schnitttechnik und das gut durchdachte Drehbuch haben es verdient, durch Auszeichnungen honoriert zu werden. Vergleiche mit Hollywood Mystery Produktionen wie "Sieben" oder "Unbreakable" braucht der Film auf gar keinen Fall zu scheuen.

Die Geschichte beginnt durch die entstellte Leiche der kleinen Angela mit einem Paukenschlag. Danach wird die Zeit genutzt, um die Figuren von Claudia und Bruno genau soweit einzuführen, dass der Betrachter diese greifen kann. Dann allerdings auch nicht weiter, um auch ihnen ein gewisses Mysterium zu lassen. Mit dem Laufe der Story werden dann langsam immer weitere Elemente eingeführt, die den Zuschauer in gleicher Weise fesseln, verängstigen und zu Tode erschrecken können. Allem voran natürlich der Sektenkult, der sich um nichts anderes als das ultimative Böse zu drehen scheint, wird zum Dreh und Angelpunkt des Geschehens.

Mit seinem interessanten Inszenierungsstil baut Regisseur Jaume Balaguero ganz langsam eine unheimliche Atmosphäre auf. Vor allem durch plötzliche Szenenwechsel und dem Einstreuen von Bildern schleicht sich ein schauriges Gefühl des Gruselns in das Wohlbefinden des Zuschauers ein. Verstärkt wird dieses Gefühl noch zusätzlich durch einen gut auf die Bilder abgestimmten Score. Sind es anfangs noch leicht verdauliche Klaviersoli, die das Geschehen unterlegen, wird die Klangpalette mit der Zeit durch perfekt abgestimmten, vollsynthetischen Klang vordergründig geprägt und treibt die Spannung kräftig voran.


 
   

Trailer