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Fog, The - Nebel des Grauens
 

Review - Filmkritik

Originaltitel: The Fog

Alternativtitel: The Fog - Nebel des Grauens, John Carpenter's The Fog      

Herstellungsland/Herstellungsjahr: USA, 1980

Laufzeit: ca. 85 min

Regie: John Carpenter

Darsteller: Adrienne Barbeau, Jamie Lee Curtis, Janet Leigh, John Houseman Tom Atkins


 

Story

Zwischen Mitternacht und ein Uhr nähert sich die Brigg Elizabeth Dane der kalifornischen Küste. Doch das Schiff läuft auf ein falsches Leuchtfeuer zu und zerschellt an den Klippen von Antonio Bay. 100 Jahre später, am 22. April 1979, feiert der kleine Küstenort sein Stadtjubiläum. Doch zwischen Mitternacht und ein Uhr ziehen bedrohliche, dichte Dunstwolken auf. Etwas Grauenvolles kehrt heute aus dem Nebel zurück und versetzt die Bewohner von Antonio Bay in Angst und Schrecken…
 

Meinung

 Auch dieser Carpenter-Streifen kommt ohne großes Blutvergießen aus, wenn auch schon einige Slasheransätze da sind. Aber wieder macht die Stimmung und Atmosphäre viel mehr aus, der Film ist wirklich unheimlich, besonders die toten Seeleute und der Nebel tun ihr übriges. Auch die Schauspieler sind gut, eigentlich stimmt wiedermal alles in diesem Film.
John Carpenter schafft es die Angst in den Köpfen der Zuschauer zu erzeugen. Dies ist eine Kunst, die nur sehr wenige Regiesseure besitzen.

Wie eine schön schaurige Geschichte wird der Film mit der Geschichte der Elizabeth Dane eingeleitet, die am Lagerfeuer von einem alten Mann wiedergegeben wird. Wenn nicht Stevies Sohn Andy zwischen den Kids sitzen würde, denen die Geschichte erzählt wird, könnte man diese Einleitung auch als Einführung in das Geschehen des Films verstehen, denn von der Erzählung am Lagerfeuer wird langsam zur Stadt Antonio Bay hinübergeblendet, wo schon kurz danach die ganze Technik verrückt spielt.

Aus dieser sehr einfachen kleinen Gruselgeschichte macht Carpenter einen lehrbuchhaften Horror-Film: Zum einen sorgt die Mischung aus hellem Nebel und der wie so oft von Carpenter selbst geschriebenen Filmmusik bereits für eine schaurige Grundstimmung. Der dichte Nebel sorgt dafür, dass man die Untoten meistens erst in der letzten Sekunde sieht, bevor sie zuschlagen.
The Fog ist aber keineswegs ein reiner Metzel-Film. An der "Kill-Ratio" gemessen ist jeder James Bond-Film grausamer. Carpenter setzt vielmehr auf sorgsam eingesetzte Schock-Effekte und entwickelt sogar die Geschichte noch ein wenig weiter: Denn wie sich später herausstellt, war der Untergang der Elizabeth Dane keineswegs ein Unfall, sondern vielmehr eine gezielte Verschwörung, an der auch die örtliche Kirche beteiligt gewesen ist. Und der direkte Nachfahre des damaligen Paters Malone erweist sich als Schlüsselfigur zur Beendigung des grausamen Spuks...

Die Idee zu dem Film kam John Carpenter und Debra Hill, als sie in der Zeit nach Halloween für ein paar Wochen in England waren und dort Stonehenge besuchten, wo die weitere Umgebung in einen dichten Nebel gehüllt war. Nachdem die erste Fassung des Films innerhalb von 30 Tagen fertiggestellt worden war, fiel ein Testscreening ziemlich enttäuschend aus und es wurde vieles nochmal gedreht oder neues Material produziert. So stammt z.B. der Prolog am Lagerfeuer, die verrückt spielende Technik in Antonio Bay, die Sequenz in der Pathologie und alle heftigeren Schockszenen aus der zweiten Drehphase. Produziert wurde der Film von Avco Embassy, die von sich aus an Carpenter herantraten und für die er dann zwei Filme abdrehte. Der zweite war Escape from New York (Die Klapperschlange), wo er das erste Mal mit Kurt Russell zusammenarbeitete.

In diesem Film stand Jamie Lee Curtis auch mit ihrer Mutter Janet Leigh zusammen vor der Kamera, ihre Charaktere haben allerdings nichts miteinander zu tun. Janet Leigh stand im Laufe ihrer Karriere schon mit Größen wie Errol Flynn, Gary Cooper, James Stewart oder Orson Welles vor der Kamera. Zu ihren bekanntesten Werken gehört sicherlich Alfred Hitchcocks Psycho, durch den sie in der berühmten Duschszene zu dem wohl berühmtesten Mordopfer der Filmgeschichte wurde. John Carpenter persönlich ist ganz zu Beginn des Films als Gehilfe des Pfarrers Malone zu sehen. Und viele der Charakternamen im Film sind richtigen Namen aus seinem Bekanntenkreis entliehen. So ist z.B. Nick Castle in Wirklichkeit ein alter Kollege aus seiner Zeit an der Filmschule, mit dem er sogar gemeinsam mit Tommy Lee Wallace, der bei The Fog als Production Designer, Editor und untoter Seemann fungierte, in einer Rockband lärmte.

"The Fog" ist ein genialer Grusel-Schocker ohne viel Blut, dafür mit einer unglaublich dichten Atmosphäre, perfekten Locations und guten Schauspielern. Für mich ist er ein Meilenstein des Horrorfilms der auch heute noch trotz einiger Jahre auf dem Buckel begeistern kann.

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Trailer