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Wes Craven präsentiert Dracula
 

Review - Filmkritik

Originaltitel: Dracula 2000

Alternativtitel: Wes Craven Presents Dracula 2000

Herstellungsland/Herstellungsjahr: USA, 2000

Laufzeit: 95 min uncut

Regie: Patrick Lussier

Darsteller: Jonny Lee Miller, Justine Waddell, Colleen Fitzpatrick


 

Story

Begierde. Macht. Verführung. Die Geburt einer Legende.
lm 19. Jahrhundert sprach Dracula einen furchtbaren Fluch über ganz Europa aus. Doch das war damals jetzt ist heute. Der berühmteste Blutsauger der Welt hat das Amerika des 21. Jahrhunderts erobert. Doch Erzfeind Van Helsing gehört nach wie vor zum Schreckensfürsten wie sein Alter Ego: Ein Kampf bis aufs Letzte steht an ...
 

Meinung

Regisseur Patrick Lussier, Schüler von Produzent Wes Craven und bei dessen „Scream“ am Schneidetisch, geht aber einen neuen Weg und passt den Stoff an ein modernes Mainstream-Publikum an. Viele gute Computer-SpecialFX, gepaart mit sexy weiblichen Vampiren (u.a. Jeri Ryan aus „Star Trek: Voyager“), einer reduzierten Story, schnellen Schnitten und meist Darstellern Anfang/Mitte 20. Zudem gibt es viele gute Actionszenen, die dem Film eher das Prädikat Actionfilm verleihen, er ist trotz ein paar Schockszenen weniger ein Horrorfilm!
Auch visuell macht der Film einiges her! Kameramann Peter Pau, der auch schon „Tiger & Dragon“ zum visuellen Leckerbissen machte, hat hier mal wieder ganz Arbeit geleistet und erfreut das Auge mit psychedelischen Traumsequenzen und schönen Kamerafahrten, die perfekt mit den SpecialFX und den Kulissen harmonieren.

Die Figur des Dracula wird leider von Gerald Butler nicht überzeugend dargestellt, er sieht bei Weitem nicht so Furcht erregend aus wie Christopher Lee oder Gary Oldman (Dracula, 1992).
Die Magie, die Dracula sonst ummantelte, kommt hier gar nicht rüber. Der Mann sieht einfach zu sehr nach Teeniestar aus, als wie ein alter Fürst aus Transsilvanien.
Gut hingegen ist, dass Lussier den Grafen nicht als blutrünstiges Monster hinstellt, sondern ihm die Züge eines ehemaligen Menschen, der von Gott mit ewigem Leben bestraft wurde, gibt.
Von Jennifer Esposito hatte ich mehr erwartet. Der Versuch die Legende zu modernisieren schlägt fehl, da man es einfach übertrieben hat. Eine Riege gutaussehender, meist untalentierter Jungdarsteller ersetzt einfach keinen Peter Cushing oder Christopher Lee.
Jonny Lee Miller alias Simon Sheppard kommt zum Beispiel viel zu pseudocool rüber. Als er sich vom Vampir (Marcus) abwendet und der wieder aufsteht, kann man schon erahnen was gleich geschehen wird. Die Figur des Simon ist so übertrieben, dass sie schon fast lächerlich wird. Die Geschichte um Dracula verkraftet er viel zu schnell. Seine Zweifel verfliegen schnell. Praktisch, dass er auch noch gut aussieht und als Vampirjäger herhalten kann
Für eine FSK 16-Freigabe ist der Film übrigens sehr brutal: Das Blut spritzt ordentlich und es gibt viele rollende Köpfe und aufgespießte Menschen zu sehen.

Ein gealterter Christopher Plummer gefiel mir als Van Helsing sehr gut. Er verkörpert den Vampirjäger als robusten Mann, der auch nach all’ den Jahre nichts verlernt hat. Trotz seines Alters erschießt und tötet er die Vampire wie eh und je. Herausragender Darsteller, der seiner Figur auch ein Schuss Charisma mitgeben konnte. Unentschlossen fragt man sich, ob man nun für oder gegen ihn sein soll.

Die Grundidee ist in des ganz nett, das nicht fehlerfreie Drehbuch zerstört aber viel. Trotzdem verliert der Mythos seinen Zauber und damit auch seinen Unterhaltungswert. Einmal ansehen ist okay, aber nichts bahnbrechendes erwarten. Nur ein weiterer Mainstreamhorrorfilm.......


 
   

Trailer